Berichte zu Veranstaltungen 2005
Nikolausumzug St Dié, 03.12.05
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Schon traditionell ist die Mitwirkung des Fanfarenzuges beim Nikolausumzug in St. Dié des Vosges.
Dieser farbenfrohe und abwechslunsreiche Umzug mit vielen prächtig dekorierten Wägen findet jeweils am Samstag
vor dem Nikolaustag statt.
Jedes Jahr steht er unter einem Motto. So ließen in diesem Jahr die einfallsreichen Darstellungen verschiedenster
Spiele und Spielsachen Kinderherzen höher schlagen.
Den Abschluss bildet immer der Wagen mit St. Nicolas, der von einigen Engeln bgleitet wird.
An der Kathedrale steigt er schließlich herab zu den Menschenkindern und erfreut sie mit einer kleinen Ansprache.
Den abschließenden Höhepunkt bildet dann ein Feuerwerksspektakel, welches die Kathedrale glänzend illuminiert.
Auch in diesem Jahr konnten die Musiker und Fahnenwerfer aus Waldkirch tausende von Zuschauern in dem Vogesenstädtchen
begeistern.
Waldkirch 11. Dezember 2005, Barbara Kern Foto: Klaus Rieger
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Die Schwarzenberger Herolde in Schwarzenberg, 03.-05.06.05
60 Jahre Kriegsende ist in aller Munde und vielerorts gab und gibt es Veranstaltungen zu diesem Jubiläum.
Ein Fest besonderer Art konnte in diesem Zusammenhang die Stadt Schwarzenberg im Erzgebirge feiern.
Beim Einmarsch der alliierten Truppen blieben die Landkreise Schwarzenberg, Stollberg unberücksichtigt
und waren somit sechs Wochen lang unbesetzt. Der Ausdruck "Freie Republik Schwarzenberg",
der für diese Übergangszeit gerne verwendet wird stammt allerdings aus dem Roman von Stefan Heym,
den dieser in Anlehnung an diese eigenartige Begebenheit schrieb.
In diesem Jahr hat es nun endlich geklappt und die Schwarzenberger Herolde traten die weite Reise ins Erzgebirge an,
um das Straßenfest musikalisch zu bereichern. Um die Situation vor 60 Jahren nachzuempfinden,
war das Fest in der Schwarzenberger Altstadt in fünf verschiede Bereiche thematisch aufgeteilt.
So gab es den französischen, den englischen, den amerikanischen und den russischen Sektor sowie das Niemandsland.
Nach der Umrahmung der offiziellen Eröffnung auf dem Marktplatz (Niemandsland) zogen die Schwarzenberger Herolde
unbehelligt von Sektor zu Sektor, um ihre musikalische Aufwartung zu machen.
Nach einem erlebnis- und auftrittsreichen Nachmittag kamen der Fanfarenzug mit allen anderen in den verschiedenen Sektoren
auftretenden Musikgruppen wiederum auf dem Marktplatz zusammen, um sozusagen auch musikalisch die damals
undenkbare Vereinigung Europas zu feiern.
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Neben der Mitwirkung beim Straßenfest blieb selbstverständlich auch noch Zeit,
Stadt und Umgebung kennen zu lernen.
Gleich am Samstagmorgen wurde extra eine Stadtführung organisiert,
bei der viel Interessantes über Schwarzenberg und seine Geschichte zu erfahren war.
Zum Abschluss des Besuches begab man sich am Sonntagvormittag auf einen kleinen Ausflug ins Erzgebirge.
Wiederum hatte das Tourismusbüro in Schwarzenberg kurzfristig einen Begleiter organisiert,
der den Schwarzwäldern das Erzgebirge auf unterhaltsame und informative Weise näher brachte.
Nach einer kurzen Busfahrt war umsteigen in einen Dampfzug angesagt.
Mit diesem zuckelte man gemächlich bergan zum Fuße des Fichtelbergs, dessen Gipfel dann mit einer Seilbahn erreicht wurde.
Bei fast winterlichen Temperaturen und einer steifen Brise gab es einen herrlichen Rundblick auf die
umliegenden Nachbarberge.
Als die Schwarzenberger Herolde am frühen Sonntagnachmittag schließlich die Heimreise antraten,
war man sich einig, mit dieser Fahrt in bisher unbekannte Regionen einen echten Höhepunkt im Vereinsjahr erlebt zu haben.
Beeindruckend war nicht zuletzt die überaus freundliche Aufnahme und viele herzliche Begegnungen mit den Schwarzenbergern
vor Ort.
Waldkirch 13. Juni 2005, Barbara Kern
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Kappenabend, 22.01.05
Alle zwei Jahre lädt der Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde Mitglieder und Freunde zum Kappenabend ein.
So stellten die Herolde auch in diesem Jahr wieder einmal unter Beweis, dass sie nicht nur Musiker sind,
sondern auch echte Narren sein können.
Das knapp dreistündige Programm, welches ausschließlich von vereinseigenen Akteuren bestritten wurde,
strapazierte ordentlich die Lachmuskeln und bald blieb keine Auge mehr trocken.
In bewährter Weise moderierte Hans Bernasconi den Abend.
Schon als Auftakt brachte Otto alias Oliver Oster das Publikum in Stimmung.
Es folgte eine Regisseurin in Nöten, deren gesamtes Drehteam von einer Magen-Darm-Infektion befallen war,
lediglich sie selbst und ihre Assistentin blieben verschont. Beide (Barbara und Anika Kern) freuten
sich deshalb über zahlreiche "freiwillige" Schauspieler aus den Reihen der Zuschauer.
Auf diese Weise kam der Western "Billy the Kid" in Waldkircher Version doch noch erfolgreich in den Kasten.
Die jugendlichen Herolde zeigten mit ihrem Beitrag wieder einmal, dass sie den alten Hasen in nichts nachstehen.
Gekonnt und originell inszenierte der "Jugendchor des Fanfarenzuges" die beiden Evergreens
"Mein kleiner grüner Kaktus" und "Manna, Manna" in einer vollkommen unbekannten Art und Weise.
Die Sänger waren so verfremdet, dass selbst die eigenen Anverwandten sie nicht identifizieren
bzw. im Gesamtbild des Chores ihren Kopf nicht orten konnten.
Mit Stars und Hits ging es weiter in der Hitparade wie immer moderiert von Dieter Thomas Heck (Daniel Hergarten),
der einige Mitglieder des Fanfarenzuges präsentierte, die bis dahin noch nichts von ihrer steilen Gesangskarriere wussten.
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So besang Thomas Kern seine "schwarze Barbara", Matthias Schmieder den "Trödler Abraham"
während Roland Wehrle (Elektriker) und Stefan Mack (Schrauben drehen) ihr Lied jeweils ihrem erlernten Beruf widmen mussten.
Auch an die jüngeren Zuschauer hatte man gedacht. Für sie trat Thomas Wölfle als "Bernd das Brot" auf die Bühne
und den krönenden Abschluss bildeten Claudia (Bernasconi) und Claudia (Wagener),
die Dank ihres reizenden Kostüms "Schnapp das Krokodil" zum Besten geben durften.
Ein Höhepunkt folgt dem anderen charakterisiert wohl treffend das Programm dieses Abends,
denn nun folgte ein echter Augenschmaus. Maddalena Braccio, Daniel Urich, Marcia Wernet, Sebastian Dufner,
Katja Heinze und Frederik Martin machten mit ihrem modernen Tanz auf mitreißende Musik jedem Fernsehballett Konkurrenz.
So kamen sie dann auch nicht um eine Zugabe herum.
Nach dieser kleinen Erholungspause für die Lachmuskulatur
konnte Alexandra Rösch mit ihrer witzigen Büttenrede als Tusnelda getrost wieder einen Angriff auf dieselbe starten.
Dass am Ende des Programms nun wirklich kein Auge mehr trocken war,
dafür sorgten zum Schluss die beiden Nähweiber Lisbeth (Daniel Hergarten) und Theres (Stefan Mack),
die in ihrer stilvoll eingerichteten Näherei so manchen Herold auf die Schippe nahmen streng nach ihrem Motto:
"Hauptsach' bled gschwätzt".
Durch das einfallsreiche und humorvolle Unterhaltungsprogramm
entsprechend in Stimmung gebracht wurde dann bis in die frühen Morgenstunden noch ordentlich das Tanzbein geschwungen.
Und schon macht sich wieder die Vorfreude breit auf den nächsten Kappenabend 2007, wenn es wieder heißt: "s'goht degege!"
Waldkirch 23. Januar 2005, Barbara Kern; Fotos: Roland Siehl
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