Wappen der Herren von Schwarzenberg
Gebirgszug stilisiert mit Kastelburg
30 jähriges Bestehen 2004
Schrift: Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde
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Geschichte der Herren von Schwarzenberg

 Die Entstehung des Geschlechts verdanken wir der Gründung des Klosters St. Margarethen. Im Jahre 994 verlieh Kaiser Otto dem Kloster das Recht einen Schirmvogt zu ernennen. Der erste dieser uns bekannten Schirmvögte war im Jahre 1112 Conrad von Waldkirch. Dieser Conrad von Waldkirch baute sich auf dem Schwarzenberg die Schwarzenburg und nannte sich von da an Conrad von Schwarzenberg. Somit war das Geschlecht derer von Schwarzenburg gegründet.
 Auch das Geschlecht der Schwarzenberger war von Schicksalsschlägen nicht verschont. So starb im Jahre 1213 das männliche Geschlecht mit Conrad dem Kreuzfahrer aus. Durch die Heirat seiner Schwester Adelheid mit Walter von Eschenbach Herr zu Schnabelburg aus der Schweiz konnte jedoch eine neue Linie gegründet werden. Ihr Sohn Berthold wurde Stammvater der Freien von Schnabelburg-Schwarzenberg.
 Im Jahre 1239 teilten sich die Herren Johann und Wilhelm von Schwarzenberg die Herrschaft über das Hoheitsgebiet auf in eine Schwarzenberger und eine Kastelberger Linie. Zu Schwarzenberg gehörten: Stahlhof, Siensbach, Ober- und Unterglottertal, Sieglau, Ohrensbach, Heuweiler, Suggental, Katzenmoos und Unteryach sowie die Hälfte von Waldkirch.
 Am 8. August 1300 verliehen die Herren von Schwarzenberg das Stadtrecht an Waldkirch.
Diese Zeit war eine schlimme für den Landadel. Alles was Kapital besaß zog in die Städte, der Landadel verarmte. Dazu kam, dass die Kriegsführung der damaligen Zeit darin gipfelte, einander möglichst viel Schaden zuzufügen, den Bauern die Häuser zu verbrennen und das Vieh zu vertreiben. So erhielten die Herren keinen Zins. Man "schätzte" die Wohlhabenden, d.h. man fing sie und erpresste Lösegeld.
 Dieses Schicksal widerfuhr auch Walter von Schwarzenberg im Dienste des Herzogs Leupold von Österreich. Er wurde vom Grafen Rudolf von Niedau gefangen und nur gegen hohes Lösegeld wieder auf freien Fuß gesetzt. Dies trieb ihn in den finanziellen Ruin. Es ist überliefert, dass er am 19. Februar 1328 nicht einmal mehr zwei Pferde von Burkhard von Keppenbach kaufen konnte.
 Im Jahre 1347 starb mit Ulrich von Schwarzenberg die Linie auf der Schwarzenburg aus. Damit wurden die Güter der Herren auf der Kastelburg und die der Herren auf der Schwarzenburg unter Henselinus wieder vereint. Im Jahre 1354 verkaufte er die Herrschaft und die Güter der Kastelburg um sich auf die Schwarzenburg zurückzuziehen. 1377 starb Henselinus. Ihm folgte sein Sohn Ulrich, der 1410 verschied.
 Nach Ulrichs Tod übernahm dessen Sohn Hans-Wernher die Herrschaft. In seine Zeit fällt das Aussterben des Frauenklosters und die Umwandlung St. Margarethens in ein Kollegiatsstift. Am 26. April 1459 starb Hans-Wernher als letzter Schwarzenberger.
 Sein einziger Sohn Simon zog in die Fremde und blieb verschollen. Seine Tochter Adelheid heiratete Heinrich von Rechberg auf Hohenrechberg, der das Schwarzenberger Erbe verwaltete.
 Die Schwarzenburg erlitt im Jahre 1590 ein ähnliches Schicksal wie das Geschlecht der Herren von Schwarzenberg:
Sie zerfiel.

Ohne den Anspruch zu erheben eine original historische Gruppe zu sein, wollen wir doch mit unserem Namen, unserer Musik und dem Tragen des Schwarzenberger Wappens an dieses alte Geschlecht erinnern, das für Waldkirch jahrhundertelang Geschichte mitgeschrieben hat. Wir glauben, daß es wichtig ist, in dieser unserer modernen Zeit sich "an Altes zu erinnern und es zu bewahren".

Nach einem Vortrag von Thomas Kern, Zugführer des Fanfarenzuges Schwarzenberger Herolde Waldkirch (bis 2004), zur Vorstellung des Gewandes am 25. April 1986
Fanfaren
Schwarzenberg
Balthasar Merklin